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Johann-Baader-Festjahr beginnt


Veranstaltungskalender Johann-Baader-Jahr 2017


Mit einem ganzen Veranstaltungsreigen erinnern die Gemeinden Fuchstal und Vilgertshofen in diesem Jahr an einen ihrer berühmtesten Söhne: Im Januar jährt sich nämlich der Geburtstag des Malers und Freskanten Johann Baptist Baader – vielen als „Lechhansl“ bekannt – zum 300. Mal. Zwar ist das genaue Geburtsdatum Baaders unbekannt, doch gilt seine Taufe am 23. Januar 1717 in Mundraching als gesichert.

Johann Baptist wurde als erstes von fünf Kindern der Müllersleute Egidius und Euphrosine Baader in Lechmühlen geboren. Das gehört heute zwar zu Fuchstal, im 18. Jahrhundert war der Ort aber noch zwischen Denklingen, Asch und Mundraching aufgeteilt. Baaders Elternhaus – entweder die Hößenmühle (heute Lechmühlen 8) oder die benachbarte, 1930 abgebrochene Lenzenmühle – war Mundraching zugeordnet, sodass der „Lechhansl“ heute sowohl von der Gemeinde Fuchstal als auch von Vilgertshofen in Anspruch genommen werden kann.

Hoch geschätzter Künstler

Baader war Schüler des bekannten Augsburger Kunstmalers Johann Georg Bergmüller und lernte bei einem fünfjährigen Italienaufenthalt auch die dortige Deckenmalerei kennen. Als zunftfreier Maler arbeitete er vor allem für die Klöster der näheren Umgebung, vor allem für Wessobrunn und Polling und die von ihnen betreuten Pfarreien. Die Fülle seiner Aufträge zeigt, dass sein Können hoch geschätzt wurde. Sein Nachruf als unsteter Lebemann, der gern dem Wein zusprach, ist unverdient. Peter Dörfler hat den „Lechhansl“ in seinem Roman „Die Wessobrunner“ schwer verzeichnet, was dann von anderen Autoren übernommen und auch vom Volksmund weitergetragen wurde. Einen Auftrag wie den Pollinger Bibliothekssaal – sein Hauptwerk – hätte Baader jedoch nie erhalten, wenn er der geschilderte Trunkenbold gewesen wäre.

Baader starb am 25. August 1780, während der Ausmalung der Schlehdorfer Klosterkirche, an der Berufskrankheit der Freskanten, der Brustwassersucht. Das Mundrachinger Sterbematrikel lobte den „Junggesellen von unbescholtenstem Leben, 63 Jahre alt, in der Malereikunst ein wahrer Meister, nicht nur den Nachbarn, sondern auch in auswärtigen Gegenden sehr bekannt“. Sein Grab ist nicht erhalten.

Die Nachwelt meinte es lange Zeit nicht gut mit Baader. Bis weit ins 20. Jahrhundert hinein wurden Barock und Rokoko als „Zopfstil“ geschmäht und viele Bilder dieser Epoche übertüncht oder gar zerstört. Selbst der Verlust seines reich bemalten Wohnhauses in Lechmühlen durch einen Brand im Jahr 1924 scheint nicht groß bedauert worden zu sein. Heute wird Baader oft als zweitklassiger Provinzmaler oder eben, Dörfler sei Dank, als Lebemann und Trunkenbold abgetan. Diese fehlerhaften Einschätzungen zu korrigieren und Johann Baader in seinen künstlerischen Qualitäten wiederzuentdecken, haben sich die Gemeinden Fuchstal und Vilgertshofen mit dem kommenden Jubiläumsjahr zur Aufgabe gemacht.

Auftaktveranstaltung in Landsberg

Den Auftakt des Jubiläumsjahres bildet ein Festabend am Sonntag, den 22. Januar 2017, ab 18.00 Uhr im Rathausfestsaal in Landsberg. Kreisheimatpflegerin Dr. Heide Weißhaar-Kiem stellt Leben und Werk von Johann Baader vor. Anschließend wird das neue Heft der Landsberger Geschichtsblätter präsentiert, das sich in einem Sonderteil ebenfalls dem "Lechhansl" widmet.

Da die Plätze im Rathausfestsaal begrenzt sind, wird um Anmeldung in der Geschäftstelle des Historischen Vereins gebeten: Reisebüro Vivell, Hauptplatz 149, 86899 Landsberg am Lech, Tel. 08191 917 412, Mail tickets@vivell.net


 

Erstellungsdatum: 17. Januar 2017, Dienstag