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Rückblick und Ausblick: Das Rathaus und andere Baustellen


Die Rathausbaustelle im Endspurt.

In der ersten Märzhälfte fanden die alljährlichen Bürgerversammlungen statt, in denen die Gemeinde über das Erreichte im Jahr 2016 und über die geplanten Vorhaben im Jahr 2017 berichtete. Der folgende Bericht fasst diese Ausführungen kurz zusammen.

 

Rathausumbau

Prägend für das vergangene Jahr war natürlich die Sanierung des Rathauses. Seit Mai 2016 sitzt die Gemeindeverwaltung im Ausweichquartier im Obergeschoss des Bürgerhauses. Im Rathausgebäude wurden seither ein neuer Sitzungssaal, neue Büros und Sozialräume eingebaut. Das marode Dach wurde erneuert, die alten Fenster ausgetauscht. Der ehemalige Sitzungssaal im ersten Stock wurde in Büroräume umgebaut und inzwischen an einen kleinen Verlag aus Landsberg vermietet.

Lieferprobleme bei einem Teil der Fenster verhinderten allerdings die Fassadendämmung noch im alten Jahr. Hier wird es erst bei wärmeren Frühlingstemperaturen weitergehen, so dass wir leichte Verzögerungen im Zeitplan verzeichnen müssen. Unerwartete Mehraufwände im Rohbau und bei den Installationen sowie bei den Außenanlagen werden auch das Budget etwas überziehen, das mit knapp über 1 Million Euro taxiert war.

Im vergangenen Jahr wurden bereits 534.179 Euro ausgegeben; für das laufende Jahr erwarten wir ungefähr die gleiche Summe. Die Fertigstellung ist für Mai 2017 vorgesehen; die Einweihung und ein Tag der offenen Tür sind für den 22. Juli geplant.

 

Erfolgreich abgeschlossen

Noch im vergangenen Jahr beenden konnten wir diverse Straßensanierungen (Kirchsteig, Steinbreite, Eichenseestraße, Sperberweg), Erhaltungsmaßnahmen am Pflugdorfer Leichenhaus und – in Zusammenarbeit mit der Kirchenverwaltung – die Sanierung der Pflugdorfer Kirchenmauern. Auch der 2. Bauabschnitt des Gewerbegebiets Grundacker konnte für 249.522 Euro fertig erschlossen werden; einzelne unsauber gearbeitete Stellen werden im Frühjahr noch nachgearbeitet. Wie schon der 1. Bauabschnitt erfreut sich auch der neue Teil des Gewerbegebiets einer regen Nachfrage, so dass sich die Gemeinde schon bald Gedanken über neue Gewerbegrundstücke machen muss.

Der Ortsteil Vilgertshofen durfte sich im vergangenen Jahr über den Anschluss an das schnelle Internet freuen. In Issing ließ die Gemeinde den neuen Friedhof ordentlich beleuchten und den Regenwasserkanal untersuchen; die Ergebnisse werden derzeit ausgewertet. Schließlich konnte 2016 auch der Umbau der Ganztagsschulräume in der Grundschule abgeschlossen werden.

 

Laufende Projekte

Neben dem Rathausumbau wurden im vergangenen Jahr noch zwei weitere Projekte begonnen, aber nicht mehr beendet. Die Erschließungsarbeiten im Baugebiet „Am Breitele“ in Issing liegen aber voll im Plan und dürften im April abgeschlossen werden. Auch hier herrscht eine eifrige Nachfrage; von elf gemeindlichen Grundstücken sind neun bereits verkauft, zugesagt oder vorgemerkt - fast alle von einheimischen Interessenten. Für die Erschließung am Breitele wurden bislang 336.248 Euro ausgegeben, etwa die gleiche Summe dürfte 2017 noch einmal anfallen.

Kurz vor der Vollendung steht auch der Trinkwassernotverbund mit der Gemeinde Fuchstal. Ab April könnte die Gemeinde Vilgertshofen im Notfall auf Fuchstaler Trinkwasser zugreifen. Die Arbeiten an den Leitungen und Pumpen sind insgesamt mit 140.000 Euro veranschlagt.

 

Haushalt weniger belastet

Die Tatsache, dass für das Rathaus, das Breitele und den Notverbund noch nicht alle Leistungen gezahlt werden mussten, hat den Gemeindehaushalt 2016 deutlich besser abschließen lassen als ursprünglich befürchtet. Zwar wurde ein Kredit über 200.000 Euro (zu einem Zinssatz von 0%) aufgenommen, die Rücklagen mussten aber nur um 522.207 Euro statt um die geplanten 1,5 Millionen Euro verringert werden. Der Schuldenstand stieg von 659.170 auf 801.146 Euro und damit von 257 auf 308 Euro pro Einwohner. Dem stehen Rücklagen von 1,3 Millionen Euro gegenüber.

 

Geplante Projekte

Leider aber sind die Restzahlungen für Rathaus, Breitele und Notverbund nicht aus der Welt, sondern werden im laufenden Haushaltsjahr anfallen. Allein dafür müssen Ausgaben von zusammen etwa 1 Million Euro eingeplant werden.

Hinzu kommen noch die neuen Feuerwehrfahrzeuge für Mundraching (TSF-W für 134.774 Euro, Einweihung am 20.5.2017) und Pflugdorf-Stadl (HLF für 432.285 Euro, Einweihung am 23.7.2017), Straßen- und Feldwegsanierungen für über 100.000 Euro und die Aufstellung von Urnenstelen in den vier größeren Ortsteilen für zusammen ca. 50.000 Euro.

Noch nicht bekannt ist, welche Kosten uns bei der Sanierung des Vilgertshofer Friedhofs erwarten und ob wir heuer bei der Verbesserung der Breitbanderschließung an den Dorfrändern und in den Einöden weiterkommen. Allein für letztere Maßnahme müsste mit Ausgaben von etwa 150.000 Euro gerechnet werden.

So oder so könnte das Jahr 2017 aber als eher ruhiges Jahr in die Gemeindechronik eingehen. Noch sind die Haushaltsberatungen nicht abgeschlossen, aber wir tragen uns mit der Hoffnung, heuer auf eine Kreditaufnahme verzichten zu können.

 

Der weitere Ausblick

Dafür kommt es dann ab 2018 knüppeldick: Mit der Dorferneuerung im Ortsteil Vilgertshofen und der Sanierung der Pflugdorfer Ortsdurchfahrt (Rathaus- und Weilheimer Straße) stehen zwei Mammutprojekte ins Haus. Weiterhin offen ist die Zukunft der Mundrachinger Kläranlage.

Und schließlich trägt sich die Gemeinde mit dem Gedanken an einen Umbau oder Neubau des Issinger Kindergartens. Da das bestehende Gebäude zwar keine großen, aber eine Vielzahl kleiner Probleme aufwirft, gleichzeitig aber nicht mehr erweiterungsfähig ist, könnte es sein, dass wir in den nächsten Jahren komplett neu bauen – in Issing oder in Stadl. Diskussion und Planungen stehen hier noch ganz am Anfang, doch muss im Fall der Fälle von Baukosten von über 2 Millionen Euro ausgegangen werden. Umso wichtiger ist zu wissen, ob und welche Zuschüsse vom Freistaat erwartet werden können; diese Auskunft erhalten wir aber frühestens Mitte dieses Jahres.


 

Erstellungsdatum: 31. März 2017, Freitag