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Gemeindeverwaltung

Foto: Gebäude der Gemeindeverwaltung

Rathausstr. 41
86946 Vilgertshofen

Tel. 0 81 94 - 333
Fax: 0 81 94 - 99 97 79
gemeinde@vilgertshofen.de

Sprechzeiten:
Mittwoch 8.00 bis 12.00 Uhr,
Donnerstag 16.00 bis 18.00 Uhr

Aktuelle Nachrichten aus der Region (LT)

Wetter

Aktuelles zur Generationenhilfe

An wen kann ich mich wenden ?

 

Anforderung für Hilfe unter der Telefonnummer 08194-9319180 oder 0171/8752797

 

Montag von 9:00 – 13:00 Uhr

Donnerstag von 13:00 – 17:00 Uhr
 

oder

zu den üblichen Öffnungszeiten bei der Gemeindeverwaltung

unter der Nr. 08194/333.

 

  • Wir unterstützen hilfebedürftige Personen und ihre Angehörigen durch
  • Begleitdienste – Fahrdienste (Arzt, Therapie, Einkaufen, Behörden)
  • Besuchsdienste (Unterhaltung, Vorlesen, Spazieren gehen) 
  • Besuche im Krankenhaus

Unsere Helfer/innen arbeiten im Ehrenamt – als Aufwandsentschädigung werden folgende Kosten angesetzt:

 

für Vereinsmitglieder  je Stunde 3,00 €

für Nichtmitglieder  je Stunde 4,50 €

für Fahrten mit Pkw   0,30 € pro km

bzw. Fahrt nach Landsberg

und zurück – pauschal  9,00 €

 

Krankenbesuche erfolgen grundsätzlich kostenlos

 

Verein „Wigwam“ e.V. - April 2009

 

 

 

 

Die rechtlichen Voraussetzungen sind geschaffen

Der Kinder- und Jugendförderverein Vilgertshofen „Wigwam“ e.V. hat in der Mitgliederversammlung am 12. Februar 2009 die Satzung entsprechend geändert, damit die rechtlichen Voraussetzungen für das Projekt Generationenhilfe geschaffen sind.

Der Verein nennt sich nun

„Kinder- und Jugendförderverein Vilgertshofen – Generationen Miteinander Vilgertshofen „Wigwam“ e.V.

Ein herzliches Dankeschön an die Vorstandschaft des Vereins und an alle, die bei der Entstehung der neuen Plattform für das Helferkonzept mitgewirkt haben.

Sehr erfreulich verlief auch die Fragebogenaktion, in der sich mehrere ehrenamtliche Helferinnen und Helfer bereit erklärt haben, verschiedene Hilfsdienste zu übernehmen.

 

Irmgard Neu-Schmid – März 2009

Der Weg zum Konzept für die Generationenhilfe

In der Dezemberausgabe 2007  der Vilgertshofer Nachrichten konnten Sie unter dieser Überschrift bereits einen Artikel von Bürgermeister Konrad Welz zum Helferkonzept für hilfe- und pflegebedürftige Personen lesen. Im Gemeinderat waren sich alle einig, dass in der Gemeinde ein Hilfsangebot entstehen soll. Jetzt, nach einem Jahr Bedenkzeit,haben wir klare Vorstellungen, wie das Helferkonzept aussehen könnte.

Zuerst wurde bei den “Ü-Fünfzigern“des Pfarrgemeinderats Issing das Thema aufgegriffen und heiß diskutiert. Dabei bildete ein Zeitungsartikel über die die Ehrung des Tapfheimer Bürgerservices die Einleitung zu den zentralen Fragen: Was brauchen die „Älteren“, um gut im Dorf leben zu können? Braucht eine kleine Gemeinde wirklich einen Dienst, der die Menschen zum Arzt fährt, der mit ihnen einkaufen geht?

 

Ältere noch gut versorgt, aber... 

Dabei stellte sich heraus, dass ein Großteil der „älteren Generation“ gut versorgt ist, da ihre Kinder in der Ortschaft wohnen und das Sozialgefüge hier noch stimmt. Ebenso existiert in vielen Fällen eine nicht organisierte Nachbarschaftshilfe.

Müssen wir uns bei so guten Voraussetzungen überhaupt Gedanken machen? Auf diese

Frage kamen sehr schnell die Gedanken aus dem Publikum. Es gibt Alleinstehende, die sich momentan gut versorgen können. Aber was passiert, wenn sie länger krank sind? Wer kauft ein? Wie kommen sie zum Arzt? Was passiert, wenn verwitwete Ehepartner nicht Auto fahren können oder wenn ein Ehepartner schwer erkrankt?

 

Hilfsangebote gewünscht 

Von diesen Gedanken geleitet, erstellten die “Ü-Fünfziger“ eine Liste von gewünschten

Hilfsangeboten und werteten diese in folgender Reihenfolge:

  • Fahrdienst, Einkaufsdienst
  • Gartenarbeit
  • Unterhaltung
  • Besuch kultureller Veranstaltungen
  • Hilfe bei Behördengängen
  • Trauerbegleitung

Gestärkt von dem positiven Ergebnis der Diskussionsrunde in Issing gingen wir einen Schritt weiter. Schließlich soll an einem Konzept für alle Bürger in der gesamten Gemeinde gearbeitet werden.

Im Oktober und November fanden Besprechungen mit den Vorsitzenden der Pfarrgemeinderäte und des kath. Frauenbundes, interessierten Helfern und Helferinnen, dem Ehepaar Seefelder vom ambulanten Pflegedienst und Vertretern der Gemeinde

statt. Einhellig kam auch diese Runde zum Ergebnis, dass ehrenamtliche Hilfe auf alle Fälle notwendig sei. Man müsse jedoch zunächst aufpassen, dass man sich nicht übernimmt. Vor allem sollen die Aufgaben ganz klar von der professionellen

Hilfe abgegrenzt werden.

So stand fest, dass eine Hilfestellung zur Bewältigung der kleinen Probleme des Alltags aufgebaut werden soll. Dabei wurde auch hier wieder der Begleitdienst zum Arzt, zum Einkaufen oder zum Friseur als vorrangig beurteilt. Zusätzlich sollte ein Besuchsdienst im Krankenhaus oder zu Hause ermöglicht werden.

 

Absicherung der Helfer wichtig

Für den Aufbau eines Dienstes muss das Rad nicht neu erfunden werden, da es im Landkreis Landsberg bereits gut funktionierende Beispiele von Nachbarschaftshilfe

gibt. Entscheidend für derartige Dienste ist die Absicherung der ehrenamtlich Tätigen.

Ilge Ahrens von der Caritas-Geschäftstelle in Landsberg zeigte hier verschiedene

Möglichkeiten auf. Am besten ist die Absicherung unter dem Dach eines Vereines gewährleistet.

Wir versuchen nun, unter dem Dach von Wigwam eine Generationenhilfe aufzubauen.

Die Vorstandschaft von Wigwam zeigte sich von unserer Idee sehr angetan, denn es könnten hier auch sehr viele Synergieeffekte zwischen Jung und Alt entstehen.

  

Fragebogen als Startschuss:

In einem Fragebogen möchten wir uns einen Überblick verschaffen:

 

  • Wer möchte helfen und welchen Hilfsdienst kann er sich vorstellen?
  • Wer kann sich vorstellen, Hilfe in Anspruch zu nehmen, und welche Hilfe wird gebraucht?

Irmgard Neu-Schmid – Dezember 2008

 

 

 

 

Alter Baum umgeben mit vitalen Ästen und Jungpflanzen

 

 

 

Aus diesem Leitbild

entstand die Idee

zum nachfolgenden Text

Überlegungen zum Wandel der Zeit

Die richtige Hilfe - zur richtigen Zeit - am richtigen Ort

 

Helferkonzept zur Betreuung hilfe- und pflegebedürftiger Personen im Gemeindegebiet

 

Angesichts der demographischen Entwicklung und der zu erwartenden Entwicklungen im Bereich der Versorgungssysteme für hilfe- und pflegebedürftige Menschen werden wir in Zukunft mit einer Reihe von neuen Herausforderungen konfrontiert sein.

Hinzu kommt, dass ein unübersehbarer Strukturwandel in Familie, Beruf und Freizeit das Zusammenleben mehrerer Generationen beeinflusst. Allgemeine gesellschaftliche Faktoren, die auch in der Gemeinde Vilgertshofen zu spüren sind, verändern das Dorf bereits jetzt und künftig noch stärker. 

Das sind:

  • vermehrte Berufstätigkeit von Mann und Frau
  • steigende Zahl von Kleinfamilien, Alleinerziehern und Alleinstehenden
  • steigende Lebenserwartung von Senioren/innen, viele davon alleinstehend  

Dadurch ist davon auszugehen, dass immer mehr Menschen auf Grund körperlicher und altersbedingter Einschränkungen nicht mehr in der Lage sind, ihren Alltag allein zu bewältigen.

Nach einer Studie der Deutschen Alzheimergesellschaft wird vor allem die Zahl der Demenzerkrankungen gravierend ansteigen. Vielerorts wird diese Situation durch Angehörige und/oder ambulante Pflegedienste aufgefangen, so dass ein Umzug in eine stationäre Pflegeeinrichtung möglichst vermieden werden kann.

 

Für betroffene Angehörige bedeutet die Versorgung und Pflege einer nahestehenden bedürftigen Person einen „Rund – um – die – Uhr“ Dienst und geht oft zu Lasten der eigenen Familie, der Berufstätigkeit und der Freizeit. Möglichkeiten zur körperlichen und psychischen Regeneration und Erholung gibt es dabei kaum noch für die Angehörigen hilfe- und pflegebedürftiger Menschen. Diese sind extrem belastet und brauchen dringend ambulante Entlastungsmöglichkeiten, die auch bezahlbar sind. Die Pflegekassen zahlen in der Regel nur die Grundpflege. Dazwischen liegen oft viele Stunden, in denen alte und kranke Menschen einsam und verlassen sind.

Zur Verbesserung und Erweiterung der Betreuung pflegebedürftiger Menschen in unserer Gemeinde hat sich eine örtliche Interessensgruppe Gedanken über ein mögliches Helferkonzept gemacht. Durch den Einsatz ehrenamtlich Tätiger soll neben den ambulanten Pflegediensten ein zusätzliches Betreuungsangebot geschaffen werden. Dabei geht es in erster Linie nicht um die eigentliche Pflege, sondern vielmehr um Dinge wie:

 

  • Häusliche Betreuung zur Entlastung der Pflegeperson

  • Unterhaltung, Vorlesen, Spazieren gehen

  • Förderung der körperlichen und geistigen Fitness

  • Begleitdienste z.B.  zum Arzt, zum Einkaufen

  • Besorgungs- und Fahrdienste

  • Stundenweise Vertretung bei Abwesenheit der pflegenden Angehörigen

  • Organisation gemeinsamer Treffen

  • Herausholen aus der Isolation

  • Abbau von Barrieren zwischen den Generationen

 

Auch die Gemeinden sind aufgefordert, sich Gedanken zur Verbesserung und Erweiterung vorhandener Betreuungsangebote zu machen.

Denkbar wäre die Einrichtung eines Bürgerservices als gemeinnützige Organisation.

Das freiwillige ehrenamtliche Engagement könnte durch die Beratung fachlicher Pflege- und Betreuungshilfen unterstützt werden. Das Kreisseniorenheim in Vilgertshofen bietet neben der stationären Versorgung pflegebedürftiger Menschen auch Kurzzeitpflegedienste und gesellschaftliche Veranstaltungen im Seniorenbereich an. Über eine intensivere Vernetzung der Angebote des Seniorenheimes in Vilgertshofen und des ortsansässigen Pflegedienstes mit den Aktivitäten örtlicher Gruppen, Vereine und hilfsbereiter Menschen könnte ein wertvolles Fundament für das Entstehen eines Betreuungskonzeptes für hilfe- und pflegebedürftige Menschen in unserer Gemeinde entstehen. 

Wir würden uns freuen, wenn viele aus unserer Gemeinde Interesse an dem Projekt zeigen und bereit sind, mitzumachen.  

Sie entscheiden sich letztendlich auch für ihre eigene Versorgung und Vorsorge im Alter, denn der Wert des Helfens kommt sicher in irgend einer Form wieder an sie zurück.

 

Gemeinde Vilgertshofen            

Pfarrgemeinderat Stadl 

Pfarrgemeinderat Issing

 

Beitrag: Bgm.Konrad Welz