Besonderheiten

- Statue des Lechhansl (Johann Baptist Baader) in der Kapelle seines Geburtsorts Lechmühlen.
Der "Lechhansl"
Ein Ortsansässiger wurde weit über die Grenzen des Landkreises hinweg bekannt: Johann Baptist Baader, der „Lechhansl“ kam 1717 in der Hössenmühle in Lechmühlen zur Welt und wurde in Mundraching getauft. Von seinem Lehrer Johann Georg Bergmüller lernte er sein Handwerk, die Malerei.
Bekannt wurde er durch die Fassadenmalerei an seinem Elternhaus, welches um 1920 komplett abgebrannt ist. Während vieler Italienreisen beeinflusste ihn vor allem die venezianische Malerei. Viele Jahre war der „Lechhansl“ Hauptmaler des Klosters Wessobrunn. Die Deckenfresken in der Klosterkirche gelten als sein wichtigstes Gemälde.
Das Besondere an der Kunst von Baader: Er verstand es, Themen aus dem Alltagsleben der Region mit religiösen Themen zu verbinden. So malte er biblische Situationen, in denen die Figuren die Lechroaner Tracht tragen. In fast jeder Wirtschaft im Umkreis fand sich damals ein Bild des „Lechhansl“.

- Alte Schule
Emailletafeln mit Hausnamen
Die alteingesessenen Mundrachinger Frauen Anni Sacher und Ursula Kögl kamen vor einigen Jahren auf die Idee, alte Hausnamen im Ort wieder in Erinnerung zu rufen und sammelten Informationen zu den ehemaligen Bewohnern, deren Tätigkeiten und Besonderheiten.
Dann ließen sie Emailletafeln anfertigen, die nun an den Häusern befestigt sind. So können Einheimische und Besucher jetzt erfahren, wo der „Bäcker-Bauer“ wohnte, der „Sattlermann“ zu Hause war und welches Haus „Beim Küster“ genannt wurde. Die Schilder sind oft mit einer Jahreszahl versehen, die aussagt wann das Gebäude entstanden ist.
Alte Hausnamen
Nr. 1: Beim Hohlmann
Nr. 2: Klasen, Klostermann, Glaser
Nr. 3: Zum Bergschmied
Nr. 4: Weberthoma, dann Weberbene, Maurercaspar
Nr. 4½: Beim Rassler
Nr. 5: Zum Weber
Nr. 6: Zum Uhler
Nr. 7: Beim Tonelle
Nr. 8: Beim Küster
Nr. 9: Beim Schmied, Beim Rassler
Nr. 10: Alte Hohlmann, zum Hader
Nr. 11: Beim alten Böd, Schuster
Nr. 11½: Wohnhaus, Pfründehaus zu Haus Nr. 11
Nr. 12: Beim Festner, Festnerbauer
Nr. 13: Beim Bäder, Bäderbauer
Nr. 14: Schifiadel
Nr. 15: Zum Lippen
Nr. 16: Satlermann
Nr. 17: Zum Franzen
Nr. 18: Zum Schuaster
Nr. 18½: Beim Veitl
Nr. 19: Zum Menter
Nr. 20: Beim Mesmer, beim Schäffler
Nr. 21: Beim Burlartenbauer
Nr. 21½: seit 1800 Nebengütl von Nr. 21, später Austragsteil
Nr. 22: Beim Jodl-Bauer
Nr. 23: Beim Jakobenbauer
Nr. 24: Beim Wirt – Tafernwirth
Nr. 25: Beim Neuhäusler
Nr. 26: St. Vitus
Nr. 27: Schulhaus
Nr. 28: Beim Kramer
Nr. 29: Wohnhaus
Nr. 30: Andreas Bader, Neubau 1878
Nr. 31: Alter Bader
Nr. 32: Wohnhaus erbaut von Thomas Herz
Nr. 33: Galger Ulrich
Nr. 34: Neubau 1925 von Johann Mohrenweiser
Nr. 35: Transformatorenstation


