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Aktuelle Nachrichten aus der Region (LT)

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Entwicklung der Dorfstruktur

Um 1450 gab es in Stadl erst 15 Herdstätten zu zählen. 1599 waren in Stadl folgende Familien ansässig: Balthasar Sedlmaier und Melchior Schwarzwalder besaßen 2 ganze Höfe, Hans Mair, Ley Nehel, Hans Premauer, Wolf Morenweiser, Christoph Erhart, Vest Nehel, Michael Premauer, Hans Hurlacher und Wolf Propst von Landsberg. 1612 hatte Stadl 50 Wohnstätten. Die Namen Steer, Schwarzwalder, Schamper, Morenweiser und Ditmaier sind auch im ersten Pfarrbuch von Stadl, das 1652 beginnt, zu lesen.

Im Steuerbuch von Rauhenlechsberg von 1721 wurden 53 Wohngebäude gezählt. Eines davon war ein ganzer Hof (Pinzer- und Lenzlbauer, Winterholler). Das Kloster Benediktbeuren besaß 21 Anwesen, Andechs zwölf, Rauhenlechsberg neun, die Kirche Stadl vier, das Spital Weilheim zwei und die Stadtkammer Landsberg, das Kloster Dießen und das Wirtshaus in Stadl je eines. 1731 sind in Stadl ein Schuster, drei Weber und zwei Schneider zu vermerken.

Seit 1792 Hausnummern

1792 wurden in Stadl die Hausnummern festgelegt – im Vergleich zu anderen Orten recht früh. Nach der Säkularisation wurde dies ohnehin pflichtmäßig angeordnet. 1808 verschwendete die Gemeinde Stadl 150 Gulden, um die vier Gemeindebrunnen – Wirtsbrunnen, Stoffelebrunnen, Anger- und Schwettenbrunnen – wieder herzurichten.

1815 brannten nachts im Ort fünf Häuser nieder (die Hausnummern 50 – 54), welche im Garten der heutigen Besitzer Spengler und Menhart standen. Das Dorf wuchs dennoch stetig und hatte 1858 bereits 344 Einwohner. Etwa 40 Jahre später konnte Stadl eine Gemeindeflur von 926 Hektaraufweisen: davon waren 253 ha. Wiesen, 16 ha. Weiden und Streuwiesen, 414 ha. Äcker und Gartenland, 191 ha. Wald sowie 25 ha. Hofräume und Wege.

Am 29. Januar 1815 nachts um zwei brach im Haus des verstorbenen Schneiders Michael Huber, Nr. 54, in Stadl ein Brand aus, welchem in kurzer Zeit fünf Häuser zum Opfer fielen (nach der Überlieferung von Pfarrer Georg Pierling waren dies Nr. 54, Nr. 53 von Anton Bär, Nr. 52 von Markus Stöb, Nr. 51 Alois Schelterle sowie Nr. 50 von Michael Raffler. Diesem Vermerk ist wohl zu entnehmen, dass die Häuser Nr. 50, 51 und 53 am Westende des Dorfes gestanden haben und nach dem Brand aus Platzmangel an ihre heutigen Stellen kamen.

1840 lebten 315 Menschen in Stadl, 1875 bereits 362. Dies blieb bis nach dem zweiten Weltkrieg so, als die Bevölkerung durch 175 Heimatvertriebene wieder zunahm. Nach 1950 jedoch wanderten von diesen 100 Leute wieder ab.

Das Foto oben rechts zeigt das Anwesen "Beim Winterholler" Nr. 29 um 1950 - dieser "Urhof" von Stadl wurde bereits 1599 erstmals bewirtschaftet von Balthasar Sedlmayer. Dessen Sohn Virgil trat 1713 als Mönch ins Kloster Wessobrunn ein und wurde 1720 Professor der Theologie in Salzburg.

Auf dem rechten unteren Bild ist der Stadler Schmiedberg um 1950 zu sehen (links die Schmiedewerkstatt).

Landwirtschaft entwickelt sich

1938 gab es im Dorf an die 50 Betriebe, von denen Johann Bauer (Nr. 19) mit über 93 Tagwerk den größten hatte, danach kamen Georg Arnold (NR. 42, 91 TW), Jakob Schamper (Nr. 29, 87 TW) und Georg Kink (Nr. 58, 79 TW).

Ein Beispiel für das Vereinsleben zu dieser Zeit zeigt das Bild unten: der Burschenverein Stadl vor 1938.