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Kindheit und Schulzeit in Stadl

Eine Schule in Stadl wurde erstmals 1599 erwähnt – dies ist die früheste Mitteilung über die Schulgeschichte der Landsberger Landgemeinden. In einem der fünf Häuser, die Andechs gehörten, arbeitete als erster Schulmeister Georg Gilg und erhielt für jeden Schüler im Monat einen Kreuzer. 1610 bewirkte der Augsburger Bischof von Knöringen, dass nur Mesner werden durfte, wer auch unterrichten konnte. Thomas, Mathias und Urban Dietrich folgten Gilg im Amt des Schulmeisters nach.1802, nach Einführung der Schulpflicht, stiegen die Schülerzahlen stark an. Insgesamt waren sechs Generationen Dietrich hintereinander im Lehrer- und Mesnerdienst in Stadl.

Erstes Schulhaus

Da es noch kein eigenes Schulhaus gab, richtete Lehrer und Mesner Johann Dietrich 1802 in seinem Haus Nr. 14 (in der heutigen Stoffener Straße) zwei Schulzimmer ein - eines davon nutzte er auch als Wohnzimmer. Über 70 Kinder aus Stadl, Pflugdorf und Vilgertshofen fanden dort Platz. Dieses Haus trägt noch heute den Namen „Beim Schullehrbauer“.

Pfarrer Anton Graf schlug vor, die Leonhardikapelle abzureißen und die Ziegel für einen Schulhausbau zu verwenden – jedoch stieß er nicht auf Zustimmung. 1808 hatte Stadl 32 männliche und 19 weibliche Werktagsschüler sowie 16 männliche und 20 weibliche Feiertagsschüler. 1810 gingen etwa 80 Stadler Kinder zur Schule. Wie umfangreich die Kinder unterrichtet wurden, lässt sich schwer sagen, denn sie waren in der Landwirtschaft zusätzlich einegespannt. Doch es gab bereits Unterricht in der Obstbaumzucht, im Nähen und Stricken und musikalische Stunden. Dazu Religion, Lesen, Schreiben und Rechnen. Schon damals existierte der Plan, die Kinder aus Mundraching nach Stadl in die Schule zu schicken, doch die Mundrachinger waren dagegen, denn der Weg nach Stadl könnte aufgrund der hohen Schneewehen gefährlich werden.

1911: Drittes Schulhaus

Das zweite Stadler Schulhaus (Nr. 22) befand sich südlich des Pfarrhofes, westlich der Straße nach Vilgertshofen. Da sich Haus Nr. 22 als zu klein und feucht erwies und es kein Lehrer lange dort aushielt, wurde 1911 das dritte Schulhaus gebaut (Nr. 65), ungefähr 100 Meter von der Kirche entfernt Richtung Vilgertshofen. Der längste Schulweg vom Haus des Kasselbauern (Nr. 58) betrug 500 m.

Religiöse Feste und Freizeitvergnügen

Die Kindheit bestand jedoch nicht nur aus Lernen in der Schule. Die meisten Kinder mussten in der Landwirtschaft mithelfen. Auch religiöse Pflichten und Ereignisse bestimmten den Alltag (siehe Bild oben: Erstkommunion der Stadler Kinder im Jahr 1938).

Unten im Bild ist eine Aufnahme des "Skiclub Stadl" zu sehen, die etwa 1937 - 1938 entstand und zehn Wintersportbegeisterte am Stadler Skiberg "Roatler" zeigt, einem bei der Jugend beliebten Übungshang. Die Aufnahme zeigt von links nach rechts: Adolf Spengler, Johann Mohrenweiser, Max Kink, Wolfgang Mohrenweiser, Jakob Schamper, Blasius Kink, Fritz Utz, Erich Menhart, Alfons Aigster und Franz Bauer.