Im Dezember hat der Gemeinderat die Wasser- und Abwassergebühren für die Kalkulationsperiode 2026 bis 2029 neu festgelegt. Beim Trinkwasser steigt die Verbrauchsgebühr zum Jahreswechsel von 1,88 auf 2,30 Euro/m3, beim Abwasser wird die Grundgebühr von 48 auf 72 Euro pro Jahr erhöht.
Die Wasser- und Abwassergebühren müssen jeweils im Voraus für die kommenden vier Jahre kalkuliert werden. Dabei sind entstandene Überschüsse oder Defizite auszugleichen und kommende Investitionen zu berücksichtigen. Da beide Versorgungssysteme von der Gemeinde kostendeckend betrieben werden müssen, also weder Gewinne noch Verluste auflaufen sollen, hat der Gemeinderat wenig Spielraum bei der Kalkulation.
Beim Trinkwasser war in den vergangenen vier Jahren ein Defizit von 101.950,95 Euro entstanden – verursacht durch größere Ausgaben, als 2021 erwartet wurden. Ein künftig ähnlich hoher Investitionsbedarf vorausgesetzt, mussten die Gebühren für den neuen Kalkulationszeitraum also erhöht werden. Der Gemeinderat folgte hier dem Vorschlag der Verwaltung, die jährliche Grundgebühr bei 78 Euro zu belassen und die Verbrauchsgebühr von 1,88 auf 2,30 Euro/m3 zu erhöhen.
Anders beim Abwasser: Hier gab es einen kleinen Überschuss von 66.626,34 Euro (bei einem kalkulierten Gesamtaufwand von 1,284 Mio. Euro). Diese Überdeckung würde eigentlich zu einer Gebührensenkung zwingen, doch stehen in den kommenden vier Jahren höhere Investitionen durch turnusmäßige Kanalbefahrungen und -sanierungen an. Deshalb ging der Gemeinderat etwas über den Vorschlag der Verwaltung hinaus und erhöhte die Grundgebühr von 48 auf 72 Euro im Jahr. Die Verbrauchsgebühr bleibt aber stabil bei 2,40 Euro/m3.
Die Gebührenänderungen traten zum 1. Januar 2026 in Kraft, so dass bei der kommenden Abrechnung im Frühjahr verschiedene Gebührenhöhen – die alte für 2025, die neue für 2026 – angelegt werden. Außerdem wurde beschlossen, die Vorauszahlungen von bisher halbjährlich auf vierteljährlich (jeweils zu den Grundsteuerterminen) umzustellen.
