Betonsanierung am Pumpenhaus Lechmühlen

Montag, 09. September 2019

Die freigelegten Betonmauern der Wasserführung vor dem Pumpenhaus in Lechmühlen. Rechts die Rohre für die Umleitung des Mühlbachs.

Während die Kanalsanierungen im Gemeindegebiet Ende August erfolgreich beendet werden konnten, hat die nächste Baustelle schon die Arbeit aufgenommen: Am Pumpenhaus unserer Trinkwasserversorgung in Lechmühlen werden derzeit die Betonmauern der Wasserführung saniert. Dazu musste der Mühlbach auf einer Strecke von etwa 20 Metern umgeleitet werden.

Die Gemeinde Vilgertshofen holt ihr Trinkwasser bekanntermaßen aus einer gefassten Quelle in Lechmühlen. Das Quellwasser wird unterirdisch ins Pumpenhaus geleitet und dort von zwei Pumpen zu den Hochbehältern bei Mundraching und Issing befördert. Die Energie für diese beiden Pumpen kommt von einer Turbine, die mit der Wasserkraft des Mühlbachs betrieben wird. Dafür wird der Mühlbach beim Pumpenhaus gefasst, gestaut und über die Turbine geleitet. Die gesamte Anlage stammt aus den Jahren 1929/30 und funktioniert nach wie vor zuverlässig und ökologisch vorbildlich.

Nach fast 90 Jahren zeigten die Betonmauern, die den Mühlbach führen und stauen, aber deutliche Schäden, vor allem frostbedingte Aufplatzungen und Bewuchs. Diese Schäden werden nun unter der Leitung des Ingenieurbüros Hasse Instandsetzungsplanung, Königsbrunn, und mit einem Kostenaufwand von 176.000 Euro saniert. Als erster Schritt wurde der Mühlbach über das Nachbargrundstück der Tiefenmühle umgeleitet und das trockengelegte Bachbett ausgebaggert, um die Betonmauern freizulegen. Schadhafte Teile werden dann von einem Betonsanierer instandgesetzt, die Wände des Turbinenhauses wieder beschichtet. Abschließend folgen die Stahlarbeiten am Rechen und anderen Metallteilen. Da die Turbine des Pumpenhauses während der Bauarbeiten stillgelegt ist, wird sie in dieser Zeit gewartet.

Die Sanierungsarbeiten sollen bis November beendet sein. Für die Wasserabnehmer in der Gemeinde ergeben sich in dieser Zeit keine Störungen oder Beeinträchtigungen; auch die Qualität unseres Trinkwassers wird von den Bauarbeiten nicht beeinflusst. Die Kosten der Maßnahme sind im Haushalt eingestellt und auch schon bei der Kalkulation des Wasserpreises berücksichtigt.

Der Dank der Gemeinde gilt dem Ingenieurbüro Hasse für die sorgfältige Planung, Bauhofleiter Andreas Arnold und Gemeinderat Stefan Berger für die fachliche Begleitung sowie den Nachbarn in Lechmühlen für ihr Entgegenkommen und ihre Geduld.

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