Gemeinde gibt Trägerschaft der Kindergärten ab

Mittwoch, 11. August 2021

Außenansicht
Die Kita Unterm Regenbogen in Issing.

Schon seit Jahren steigen die Anforderungen an die Träger von Kindertageseinrichtungen. Die Auflagen und Vorschriften im Rahmen der Corona-Pandemie haben diese Entwicklung nochmals beschleunigt. Die Gemeinde hat sich deshalb entschlossen, dem Beispiel anderer Kommunen im Landkreis zu folgen und die Trägerschaft der beiden Kitas in Issing und Stadl an einen sachkundigen Partner abzugeben. Inzwischen hat der Gemeinderat der Übertragung der Trägerschaft an den Kreisverband Landsberg des Bayerischen Roten Kreuzes zum 1. Januar 2022 zugestimmt und die entsprechenden Kooperationsverträge genehmigt.

Vor allem in zwei Bereichen sieht sich die Gemeinde den Aufgaben eines Kita-Trägers immer weniger gewachsen: Zum einen bei der fachlichen und rechtlichen Unterstützung der Einrichtungen, zum anderen bei der Behebung von Personalengpässen. Gerade Letzteres forderte den Mitarbeiterinnen und der Gemeinde in den vergangenen Jahren viel Kraft und Mühen ab. Die Einschränkungen und verschärften Aufsichtspflichten während der Corona-Pandemie rissen nun neue Lücken, denen in beiden Kitas nur noch mit der Verkürzung der Öffnungszeiten begegnet werden konnte.

Ein breit aufgestellter freier Träger hat hier ganz andere Möglichkeiten, Ausfälle abzufedern und den Kita-Betrieb sicherzustellen. Die Wahl der Gemeinde fiel auch deshalb auf das Bayerische Rote Kreuz, weil es im Landkreis bereits neun Einrichtungen betreibt – darunter in unmittelbarer Nachbarschaft die Kitas in Thaining, Lengenfeld und Hofstetten. Nachfragen bei diesen Gemeinden erbrachten durchwegs positive Rückmeldungen über das BRK als Kindergartenträger.

Wie nun beschlossen wurde, geht die Trägerschaft für beide Kitas in Issing und Stadl zum Jahreswechsel 2021/22 an den Kreisverband Landsberg des Bayerischen Roten Kreuzes über. Die Arbeitsverträge der Mitarbeiterinnen werden vom BRK zu den geltenden Konditionen übernommen. Zukünftig stellt die Gemeinde nur noch die Gebäude und deren Unterhalt; der laufende Betrieb obliegt dem Roten Kreuz. Die Defizite, die dem BRK durch den Kita-Betrieb entstehen, werden von der Gemeinde erstattet.

Das Rote Kreuz ist dann auch der Vertragspartner für die Kita-Eltern. Ansonsten dürfte sich für die Kita-Kinder und ihre Eltern nichts ändern.

Der Wechsel der Trägerschaft wird aber auch das richtige Datum sein, um die neue Krippengruppe in Stadl in Betrieb zu nehmen. Die neuen Krippenkinder werden also von Anfang an schon eine Einrichtung des Bayerischen Roten Kreuzes besuchen.

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