Pfarrkirche St. Margaretha Issing

Foto aus dem Jahr 1813

Die heutige Pfarrkirche St. Margaretha ist bereits die zweite Issinger Kirche; die erste entstand 1517 und befand sich alten Überlieferungen zufolge in der Mitte des Dorfes. Jedoch wurden dort nie Bodenfunde gemacht, welche dies belegen konnten. Andere vermuten, dass auch die alte Kirche am Kellerberg (Thalerberg) stand unweit des heutigen Gotteshauses, denn dort wurden in letzter Zeit bei der Erneuerung der Friedhofsmauer Reste eines Fundaments und in der Nähe des Leichenhauses Tuff-Mauerreste gefunden. Ob diese Spuren wirklich auf die alte Kirche hindeuten oder eher auf die sagenumwobene Burg in der Zeit der mittelalterlichen Besiedlung, kann nicht eindeutig beantwortet werden.

Die jetzige Pfarrkirche wurde 1716 von Baumeister Josef Schmuzer aus Wessobrunn am Nordhang des Kellerbergs errichtet. Deutlich erkennbar an der Rokoko-Kirche ist der Stil des Baumeisters, z. B. an den Rechteckblenden um die Rundbogenfenster. Den Innenraum schmücken Deckengemälde des „Lechmalers" Johann Baader, von dem auch der Kreuzweg aus dem Jahr 1758 stammt. Die Altäre zieren zahlreiche Holzfiguren des Landsbergers Johann Luidl, besonders zu beachten die Namensgeberin St. Margaretha zwischen den Heiligen Barbara und Katharina am Hochaltar. Gestern wie heute thront die Kirche also über dem Dorf und grüßt von ihrem erhöhten Standpunkt aus weit ins Land.

Auf dem sehr alten Bild von 1813 ist hinter der Kirche im Bereich des jetzigen Friedhofs noch das Anwesen „Zum Mesner“ erkennbar, zu dem wohl größere Teile des Kellerberges gehörten. Nachdem ein Brand es zerstört hatte, übernahm die Kirche das Grundstück und erweiterte an dieser Stelle 1909 den Friedhof.

Die Pfarrkirche wurde 1957/58 innen und außen vollständig renoviert, 1953 zwei neue Kirchenglocken angeschafft, im Juli 1959 feierlich die neue Orgel eingeweiht.

Einen Kirchenführer in Kurzform finden Sie auf der Internetseite des Bistums Augsburg:

Kirchenführer - Pfarrkirche St. Margareta